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Schlafen

Böse Stimmen behaupten, Katzen wären faul.
Das mag dem äußeren Anschein nach ja sogar zutreffen - aber nur, weil viele Menschen nicht verstehen, was Schlafen eigentlich ist. Es geht nicht nur darum, 18 Stunden am Tag auf einem weichen, warmen Fleck zu liegen. Nein, es geht darum, 18 Stunden am Tag auf einem weichen, warmen Fleck zu liegen und es richtig zu machen!
Und das ist keine Faulheit, das ist Arbeit.

Schlafende Katze

Bedenken wir nur die vielfältigen Rituale, die mit einem guten Schlaf einhergehen: ausreichendes Fressen, um nicht unvermittelt durch Hunger aufzuwachen. Wahl des richtigen Schlafplatzes (am besten gerade abgesaugte Sofas oder allzu unpersönlich-sterile frisch gewaschene Wäsche). Dann das Ritual des Hinlegens, das aus ausgiebigem Pfoten auf dem Untergrund, einigen prüfenden Kreisrundgängen und schließlich dem Bilden eines perfekten Katzenkringels besteht. Und dann der Schlaf an sich! Das Drehen, Wenden, Seufzen, Traummäuse jagen, das Schmatzen und Schnurren - all das ist nicht einfach nur Schlafen wie beim Menschen, der umkippt, liegen bleibt und nach acht Stunden wieder aufsteht.
Es ist Kunst.
Und wenn der Preis für diese Berufung darin besteht, zwei Drittel des Lebens nicht wirklich mitzubekommen und den Aktivitätsdrang eines Sofakissens zu haben, dann sind wir bereit, das auf uns zu nehmen.

Natürlich gibt es Dinge, die eine gute Katze über das Schlafen wissen sollte:

Ein warmer Schlafplatz, oder: "Ich liege hier schon seit Stunden"

Schlafformen, oder: "Gleich zu gleich gesellt sich gerne" und "Gegensätze ziehen sich an"